My name's Shayn Yannik. I'm 18 y/o, transgender and from germany.
Dienstag, 20. Oktober 2015
Montag, 19. Oktober 2015
Oh, ich musste so weinen.
Einmal schrieb er ein Gedicht
auf ein gelbes Blatt mit grünen Linien
Er nannte es “Chops”
weil das der Name seines Hundes war
Und genau darum ging es
Und sein Lehrer gab ihm eine Eins
mit goldenem Sternchen
Und seine Mutter hängte es an die Küchentür
und las es seinen Tanten vor
Das war das Jahr, als Pfarrer Tracy
alle Kinder in den Zoo mitnahm
Und im Bus ließ er sie singen
Und seine Schwester kam zur Welt
mit winzigen Zehen und ganz ohne Haar
Und seine Eltern küssten sich oft
Und das Mädchen um die Ecke schenke ihm eine
Valentinskarte mit ganz vielen X
und er fragte seinen Vater, was das bedeutete
Und sein Vater brachte ihn abends immer zu Bett
Und war immer dafür da
Einmal schrieb er ein Gedicht
auf ein weißes Blatt mit blauen Linien
Er nannte es “Herbst”
weil das der Name der Jahreszeit war
Und genau darum ging es
Und sein Lehrer gab ihm eine Eins
und bat ihn, etwas leserlicher zu schreiben
Und seine Mutter hängte es nie an die Küchentür
wegen der neuen Farbe
Und die Kinder erzählten ihm
dass Pfarrer Tracy Zigarren rauchte
Und Stummel auf den Kirchenbänken ließ
Und manchmal brannten sie Löcher hinein
Das war das Jahr, als seine Schwester ihre Brille bekam
mit dicken Gläsern und schwarzen Bügeln
Und das Mädchen um die Ecke lachte
als er mir ihr den Weihnachtsmann sehen wollte
Und die Kinder erklärten ihm, wieso
sich seine Eltern so oft küssten
Und sein Vater brachte ihn abends nicht mehr zu Bett
Und sein Vater wurde wütend
als er deshalb weinte.
Einmal schrieb er ein Gedicht
auf einen Zettel aus einem Block
Er nannte es “Unschuld: Eine Frage”
weil das bei seinem Mädchen die Frage war
Und genau darum ging es
Und sein Professor gab ihm eine Eins
und sah ihn lang und seltsam an
Und seine Mutter hängte es nie an die Küchentür
weil er es ihr nie zeigte
Das war das Jahr, als Pfarrer Tracy starb
Und er vergaß, wie das Ende
des Glaubensbekenntnisses ging
Und er erwischte seine Schwester
wie sie auf der Veranda rummachte
Und seine Eltern küssten sich nie
oder redeten auch nur
Und das Mädchen um die Ecke
trug so viel Make-up
Dass er kaum Luft bekam beim Küssen
aber er küsste sie trotzdem
weil man das so tat
Und um drei Uhr morgens ging er zu Bett
während sein Vater lauthals schnarchte
Deshalb versuchte er, auf einer Papiertüte
ein weiteres Gedicht zu schreiben
Und er nannte es “Absolut gar nichts”
Denn genau darum ging es doch
Und er gab sich selbst eine Eins
und ein Schnitt in jedes verdammte Handgelenk
Und hängte es an die Badezimmertür
weil er diesmal nicht glaubte
dass er die Küche noch ereichen würde.
Der Mensch für mich allein
Nachts werde ich immer so sentiental, das mag ich nicht.
Mich belastet es so, dass ich den besten Freund meines Freundes so gut kenne. Und ich kenne ihn auch schon länger, als er ihn. Irgendwie habe ich das Gefühl, er hätte ihn mir weggenommen..
Mir fehlt das so. So einen Menschen zu haben.
Ich werde immer traurig, wenn ich die beiden zusammen sehe.
Ich bin traurig, weil die beiden das haben, wonach ich schon so lange suche.
Mir tut es so weh, aber ich weiss nicht, wie ich es denen sagen soll. Und vorallem, selbst wenn ich das tun würde, wüsste ich nicht, ob sie es ernst nehmen würden.
Sie haben jemanden, mit dem sie immer Alles bereden können. Aber ich habe so einen Menschen nicht. Ich habe niemanden, der mich so gut kennt.
Ich würde nichts, absolut gar nichts mehr wollen.
Einen Menschen, dem ich mich so zeigen kann, wie ich wirklich bin. Ich wünsche mir das so sehr.
Aber ich finde ihn nicht.
Ich habe nur mich allein. Ich habe nur mich, für immer nur mich.
Ich denke nicht, dass sich das ändern wird.
Die beiden werden vermutlich grade auch wieder zusammen rumhängen.
Und morgen fahren sie nach Margdeburg, wo ich eigentlich gerne mitgekommen wäre.
Ich würde mich so gerne wie ein Teil der Gruppe fühlen, aber ich bin immer der Aussenstehende.
Es war schon immer so.
Ich weiss zwar nicht, was ich falsch mache, aber es ist so.
Drücke ich die Menschen zu sehr von mir weg?
Oder entfernen sie sich zu weit von mir?
Immer, wenn ich das Gefühl habe, ich hätte jemanden gefunden, mit dem ich mir eine innigere Freundschaft vorstellen könnte, ist dieser Mensch auch meistens so schnell wieder weg, wie er gekommen ist.
Ich weiss nicht, was ich falsch mache?
Ich habe dieses stetige Gefühl dieser unfüllbaren inneren Leere.
Ich bin so eifersüchtig.
Der beste Freund meines Freundes war nämlich so ein Mensch für mich.
Und jetzt hat er ihn. Es fühlt sich so an, als würde ich es jede erdenkliche Sekunde unter die Nase gerieben bekommen, dass ich nicht gut genug war.
Ich weiss schon gar nicht mehr, wie man Gefühle von Verlustsangst, Trauer und die ganzen anderen negativen Gefühle vor einem Menschen zum Ausdruck bringt.
Weil es nie jemanden gab, der mir sowas beigebracht hat. Ich erinnere mich nicht an Wärme oder Liebe, die mir jemand in bestimmten Momenten geben hätte können. Momente, in denen meine Fassade in sich zusammengefallen ist, Momente, in denen ich nicht mehr konnte, in denen ich nicht geschafft habe, diese noch weiter aufrecht zu erhalten. Nie habe ich eine aufrichtige Umarmung in solchen Momenten bekommen.
"You told me I needed a therapist while all I really wanted was a hug".
Man spürt, wenn etwas gelogen oder aufrichtig ist. Letzteres habe ich noch nie wirklich erfahren.
Ich habe mich noch nie wirklich ernst genommen gefühlt. Das wird auch der Grund sein, weshalb ich jetzt so bin, wie ich bin. Ich versuche jede ernste Situation mit einem Lächeln oder Schweigen zu umgehen, zu überspielen. Weil ich an sowas wie Aufrichtigkeit gegenüber meinen Gefühlen nicht mehr glaube. Deshalb habe ich mit der Zeit, vermutlich auch aus Selbstschutz, verlernt, wie man in solchen Situationen richtig agiert.
Wenn ich unter Menschen bin und meine Gedanken wieder auf mich einstürzen, versuche ich mich zurückzuziehen, und zu schlafen. Wenn ich alleine bin, macht mir das nicht so viel aus, alleine kann ich ich sein.
Mich belastet es so, dass ich den besten Freund meines Freundes so gut kenne. Und ich kenne ihn auch schon länger, als er ihn. Irgendwie habe ich das Gefühl, er hätte ihn mir weggenommen..
Mir fehlt das so. So einen Menschen zu haben.
Ich werde immer traurig, wenn ich die beiden zusammen sehe.
Ich bin traurig, weil die beiden das haben, wonach ich schon so lange suche.
Mir tut es so weh, aber ich weiss nicht, wie ich es denen sagen soll. Und vorallem, selbst wenn ich das tun würde, wüsste ich nicht, ob sie es ernst nehmen würden.
Sie haben jemanden, mit dem sie immer Alles bereden können. Aber ich habe so einen Menschen nicht. Ich habe niemanden, der mich so gut kennt.
Ich würde nichts, absolut gar nichts mehr wollen.
Einen Menschen, dem ich mich so zeigen kann, wie ich wirklich bin. Ich wünsche mir das so sehr.
Aber ich finde ihn nicht.
Ich habe nur mich allein. Ich habe nur mich, für immer nur mich.
Ich denke nicht, dass sich das ändern wird.
Die beiden werden vermutlich grade auch wieder zusammen rumhängen.
Und morgen fahren sie nach Margdeburg, wo ich eigentlich gerne mitgekommen wäre.
Ich würde mich so gerne wie ein Teil der Gruppe fühlen, aber ich bin immer der Aussenstehende.
Es war schon immer so.
Ich weiss zwar nicht, was ich falsch mache, aber es ist so.
Drücke ich die Menschen zu sehr von mir weg?
Oder entfernen sie sich zu weit von mir?
Immer, wenn ich das Gefühl habe, ich hätte jemanden gefunden, mit dem ich mir eine innigere Freundschaft vorstellen könnte, ist dieser Mensch auch meistens so schnell wieder weg, wie er gekommen ist.
Ich weiss nicht, was ich falsch mache?
Ich habe dieses stetige Gefühl dieser unfüllbaren inneren Leere.
Ich bin so eifersüchtig.
Der beste Freund meines Freundes war nämlich so ein Mensch für mich.
Und jetzt hat er ihn. Es fühlt sich so an, als würde ich es jede erdenkliche Sekunde unter die Nase gerieben bekommen, dass ich nicht gut genug war.
Ich weiss schon gar nicht mehr, wie man Gefühle von Verlustsangst, Trauer und die ganzen anderen negativen Gefühle vor einem Menschen zum Ausdruck bringt.
Weil es nie jemanden gab, der mir sowas beigebracht hat. Ich erinnere mich nicht an Wärme oder Liebe, die mir jemand in bestimmten Momenten geben hätte können. Momente, in denen meine Fassade in sich zusammengefallen ist, Momente, in denen ich nicht mehr konnte, in denen ich nicht geschafft habe, diese noch weiter aufrecht zu erhalten. Nie habe ich eine aufrichtige Umarmung in solchen Momenten bekommen.
"You told me I needed a therapist while all I really wanted was a hug".
Man spürt, wenn etwas gelogen oder aufrichtig ist. Letzteres habe ich noch nie wirklich erfahren.
Ich habe mich noch nie wirklich ernst genommen gefühlt. Das wird auch der Grund sein, weshalb ich jetzt so bin, wie ich bin. Ich versuche jede ernste Situation mit einem Lächeln oder Schweigen zu umgehen, zu überspielen. Weil ich an sowas wie Aufrichtigkeit gegenüber meinen Gefühlen nicht mehr glaube. Deshalb habe ich mit der Zeit, vermutlich auch aus Selbstschutz, verlernt, wie man in solchen Situationen richtig agiert.
Wenn ich unter Menschen bin und meine Gedanken wieder auf mich einstürzen, versuche ich mich zurückzuziehen, und zu schlafen. Wenn ich alleine bin, macht mir das nicht so viel aus, alleine kann ich ich sein.
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