"You told me I needed a therapist while all I really wanted was a hug."
My name's Shayn Yannik. I'm 18 y/o, transgender and from germany.
Sonntag, 4. Februar 2018
Mit jemandem schlafen, der einem nichts bedeutet, ist einfach. Du machst dir um nichts Gedanken. Aber was bringt mir das? Ich habe davon sowieso nichts.
Mein Problem und mein Segen ist, dass ich immer viel zu schnell den Bezug zu Personen und Situationen verliere.
Am Samstag ist mir was passiert.
Ich habe ein bisschen Alkohol getrunken, aber es war nicht der Rede wert, weil ich nicht wirklich angetrunken, geschweige denn betrunken war.
Montag, 1. Januar 2018
Ich lag nun da, ohne ein Shirt und mit Hose und er nur in Boxershorts. Ich lag auf seiner Brust, binnen Sekunden war ich gewärmt. Ich strich langsam und zärtlich über seine Haut. Er hatte seinen Arm um mich gelegt und ab und an streichelte er mir über meinen Oberarm und mein Schulterblatt. Aber letztendlich habe ich mir gewünscht, du wärst an seiner Stelle gewesen.
Du riechst aber anders, du fühlst dich viel zarter an. Deine Hände sind weicher und schmaler. Du berührst mich anders.
Ich liege im Bett und rieche immer noch seinen Geruch auf meiner Brust.
Ich fühlte mich ein wenig in Trance, dennoch war ich so nüchtern, als es passiert ist. Ich hatte nichts dagegen, es war wohlig warm und ich fühlte mich ein wenig geborgen, aber es fühlte sich einfach seltsam an.
Mit jedem Atemzug schleicht mir sein Duft in die Atemwege. Irgendwann musste ich mich lösen, weil es sich nicht mehr richtig angefühlt hat.
Ich habe versucht, mir dich in Gedanken vorzustellen, aber die Erinnerungen sind zu verschwommen. Ich weiß nicht mehr, wie dein Gesicht aussieht, wenn du direkt vor mir stehst. Ich kann mich nur an dein Gesicht von Fotos erinnern, aber nicht an das Echte. Dafür kann ich noch ganz genau sagen, wie sich deine Lippen angefühlt haben, als wir uns geküsst haben oder wie sich sämtliche andere Stellen deines Körpers angefühlt haben, die ich berührt habe.
Kurz vorher lag mein Exfreund in meinem Schoß und ich habe seinen Kopf gestreichelt. Merkwürdigerweise hatte ich bei ihm nicht das Problem, dass ich es abstoßend fand. Ich fühle mich zwar in keinster Weise mehr zu ihm hingezogen, aber bei ihm war es vollkommen in Ordnung. Vielleicht, weil er Klamotten anhatte? Oder es liegt an der Beziehung, die wir zueinander haben. Ich könnte mich zwar nicht so ganz mit dem Gedanken anfreunden, in seinen Armen zu schlafen, oberkörperfrei und in der Situation wie eben erzählt, aber wahrscheinlich würde ich mich bei ihm tatsächlich wohler fühlen.
Dienstag, 19. Dezember 2017
Mein Magen gummelt, er tut schon fast weh vor Hunger, aber ich würde keinen Bissen herunterbekommen. Ich komme kaum aus dem Bett.
Die Dinge fühlen sich so unantastbar, so weit weg an. So statisch. Es fühlt sich an, als könnte ich nichts greifen, wenn ich meine Hand ausstrecke. Alles ist so weit entfernt.
Realisation schneidet tiefer, als es eine Klinge je tun könnte.
Ich weiß nicht, wann das letzte Mal war, wo ich mich so fühlte. Ich weiß nicht, ob es überhaupt jemals ein letztes Mal gab, was das angeht. Es fühlt sich so frisch an, als wäre es das erste Mal.
Es ist nicht direkt Trauer, was ich fühle. Eher das Gefühl eines drückenden Unbefriedigtseins. Ein einnehmendes Gefühl von Sinnlosigkeit.
Ich fühle mich, als würde ich in einem traurigen Film gefangen sein, ohne auch nur jegliche Möglichkeit zu haben, auszubrechen. Als wären mir Ketten angelegt worden, schwere Ketten aus Blei, die mir die Möglichkeit nehmen, mich zu bewegen, mich auszubreiten. Als würden sie mir die Luft abschneiden.
Die Suche nach eines "Sinns" ist vergebens, darum geht es mir auch nicht.
Ich glaube nur, etwas erkannt zu haben. Als wären sinnbildlich alle Stränge jener Verbundenheit zu Allem gekappt worden, ohne Rücksicht auf irgendwas zu nehmen.
Als würde ich verzweifelt versuchen, diese zurückzuholen, diese wieder vollkommen zu machen, was aber absolut unmöglich ist.
Alles, von dem ich glaubte, dass es greifbar ist, fühlt sich so schwammig an. Wie ein bruchfester Brocken Granit, der erst bröckelt, seine Stoffeigenschaft langsam ändert, sich die Krümel nun verflüssigen und schmelzen und sich langsam aber sicher in Luft auflösen.
Ich würde sogar soweit gehen und es als unfair betiteln, dass ich all diese Gefühle erleben muss. Keinem Wesen dieser Welt würde ich soetwas aufbürden wollen. Nicht einmal meinem schlimmsten Feind. So ein Gefühl von kompletter Isolation, Hilflosigkeit, Verzweiflung, Leere hat kein Geschöpf dieser Erde verdient. Es ist abartig, soetwas zu fühlen. Eigentlich ist es sogar utopisch, zu versuchen, diesem Ganzen einen Namen zu geben. Es ist ein bisschen von allen erdenkbaren negativen Gefühlszuständen, gemischt mit einer tiefgehenden Leere.
Das qualvollste ist der Gedanke, dass das nie ein Ende finden wird. Dass mich soetwas bis ans Ende meiner Tage begleitet. Selbst das komplette Unterbinden dieses Gefühls ist nicht realisierbar, da es immer wieder zu einem gewissen Teil durchsickert.
Ich wusste nicht, dass dieser negative psychische Zustand so schlimm werden kann, dass er sogar den Kreislauf beeinflusst. Ich konnte gestern kaum laufen, ohne den permanenten Gedanken zu haben, dass mir gleich schwarz vor Augen wird und ich umkippe. Ich muss hier an der Stelle anmerken, dass ich einen nahezu perfekten Kreislauf habe, da er eigentlich konstant stabil ist und ich auch noch nicht einmal in meinem Leben einen Schwächeanfall hatte, wenn es nicht grade mit meiner Essstörung zutun hatte.
Es beruhigt mich, dass ich durch diesen Blog immer eine Rückzugsmöglichkeit habe, die ich nutzen kann, wenn es am schlimmsten ist. Dass ich mich nicht verstellen muss, dass ich einfach sein kann, wer ich bin, meinen Gedanken freien Lauf lassen kann.
Mittwoch, 1. November 2017
777
bent but not broken
Augen rollen
Fritz Cola Wassermelone
Volvic Pfirsich
Pfanner Waldbeere und Wildkirsche
Corgis
Just visiting this planet
Fav Food, Süßkartoffelwürfel & Grilled Cheese
Apfelmus
Doritos
Lola
Aylin
"Bist du das? Als du jünger warst?"
Wenn er lächelt, zieht er den Mund zusammen und die Mundwinkel leicht nach oben ":>"
Fahrraddraiger
Er schnarcht, in der letzten Nacht schlief er die ganze Zeit mit dem Gesicht in meine Richtung.
yee
Brille
Awful things
kann bei dir 1 retard sein
8h schlaf
adrian von northlane
melonpan
frappuchino?
geister, auren, schutzengel
mann, um die 40, graue haare, der sich erhangen hat
2 personen in schwarzen klamotten, standen an einem zaun, zeigten auf uns
binaural beats "drittes auge"
die tusse bei der ich mal in therapie war in bad münster, mit den schüssler salzen und dem ja nein arm scheiß
verliere sehkraft, konzentrationsfähigkeit, erinnerungsvermögen, höre schlechter, bekomme extrem dünnes haar
Möchtest du mal kosten?
Wenn ich versuche, die Tage so durchzugehen, starte ich bei Mittwoch Morgen. Ich erinnere mich an meine super schlechte Laune, als er sagte, dass er an der falschen Haltestelle ankam und schrieb, dass er nun zum Hbf läuft. Ich habe mir die Mühe gemacht und ihm die Daten der Haltestellen geschickt, zu denen er laufen kann, damit er an am Hbf ankommt. Wie er später meinte, habe er diese wohl ignoriert und lief einfach los. Ich war genervt, da sein Handyakku leer war und ich, der auf der Domtreppe saß, nicht wusste, wo und ob er überhaupt ankommt, geschweige denn, wie lange das wohl dauern würde.
Ich malte mir die schrecklichsten Szenarien aus, das ging so weit, dass ich es schon in Erwägung gezogen habe, dass er womöglich gar nicht kommen würde und alles nur Fake war.
Soweit, so gut. Ich überbrückte mir die Zeit, indem ich mich bei einer Person über die Situation aufregte; mein Handyakku war währenddessen auch langsam am sterben.
Anderthalb Stunden vergingen und ich bekam die Nachricht, dass er nun am Hauptbahnhof sei, aber eben auf der anderen Seite.
Ich lief ihm entgegen und wusste erst nicht, wie ich ihm begegnen sollte, da ich unglaublich wütend war. Zu dem Zeitpunkt hatte ich einige Nächte nicht geschlafen und konnte mich nur einmal dazu zwingen, ca. 2h zu schlafen, welche aber nicht sehr erholsam waren.
Allerdings nahm ich ihn schlussendlich doch kurz in den Arm, war aber laut seiner Aussage wohl am Anfang sehr schweigsam/ ruhig.
Wir suchten kurz nach einer Möglichkeit zum Frühstücken, da wir dann aber festgestellt hatten, dass man sich nirgends im Bahnhof hinsetzen konnte, bewegten wir uns zu einem Rewe to go und kauften uns dort ein paar Kleinigkeiten.
Er kaufte sich 2 kleine Buritos von der Marke Matsu, meine ich und einen Smoothie von Innocent. Ich nahm mir eine Packung zerkleinerter Kokosnuss, ebenfalls einen Smoothie und ein Wasser mit, aber im endeffekt reichten mir diese drei Dinge, um den Tag zu überstehen, da ich nicht sonderlich hunger hatte.
Da es keine Möglichkeit gab, um sich hinzusetzen, gingen wir wieder zur Domtreppe und aßen dort.
Es war sehr awkward anfangs, ich konnte ihm so gut wie gar nicht in die Augen schauen. Ich verspeiste einen Bruchteil meines gekauften Essens, während wir uns unterhielten und über die Gesellschaft aufregten. Er erzählte mir, dass er sich extra Orangensaft mitgenommen habe, allerdings hätte er wohl den Deckel auf dem Weg verloren, weswegen er den ganzen Orangensaft trinken musste und ironischerweise fand er ihn wenig später in seiner Manteltasche.
Wir beschlossen dann langsam mal loszulaufen und liefen einfach wahllos in eine Richtung, wovon sich die Erste als Fehllschlag herausstellte, da wir in einer Sackgasse landeten. Wir gingen aus dieser raus und bogen leicht in eine andere Richtung und bewegten uns dann weiter in diese. Da ich noch ein Telefonat mit der Person, welche für das Apartment verantwortlich war, welches wir gebucht hatten, suchte ich mir einen relativ ruhigen Ort und rief sie an. Zu diesem Zeitpunkt war ich sehr erschöpft, ich hatte schließlich wenig bzw gar nicht geschlafen, meine Gliedmaßen schon bei der kleinsten Bewegung erschöpft und zugegebenermaßen konnte ich auch nicht mehr so wirklich klar denken. Ich rief also an, war unglaublich überfordert und versprach mich dauernd und es war wirklich awkward. Chris lachte mich ein wenig aus, weil ich mich so dumm angestellt hatte, aber ich bin ehrlich, ich habe mich sogar ein wenig selbst ausgelacht. Die Frau am Telefon sagte, dass sie mir den Code für die Tür per SMS zukommen lassen würde und dass wir schon etwas früher in das Apartment könnten.
Zu diesem Zeitpunkt war es zwischen 10 und 11 Uhr und um 13 Uhr konnten wir in das Apartment.
Ich lud mein Handy ein wenig auf und suchte mit Google Maps den Weg, den wir noch vor uns hatten, bis zu unserem Apartment und obwohl ich der festen Überzeugung war, dass es nur 10min von der Innenstadt entfernt sei, waren es doch ca. 35min Fußweg.
Die Route leitete uns durch die bekannte Einkaufsmeile und von dort aus praktisch permanent grade aus. Auf dem Weg fragte uns ein schätzungsweise Auszubildender von irgendeiner Firma, der grade bei einem LKW zum ausladen stand, jemand von vielleicht Anfang 20, ob wir Longpapes hätten und Chris war so nett um ihm eins zu geben, worüber der Kerl sich wirklich freute. Chris war überrascht, dass jemand erstens so früh am morgen und zweitens während der Arbeit nach sowas fragt und er schien belustigt über die Tatsache zu sein.
Der Weg, den wir vor uns hatten war nicht mehr weit und wir liefen ca. drei mal an unserem Apartment vorbei, bis wir es dann schlussendlich fanden.
Zu diesem Zeitpunkt war es ungefähr 12 Uhr mittags, wir könnten also noch nicht einchecken, also suchten wir uns ein Plätzchen, um uns hinzusetzen. Da wir weit und breit keine Bank zum hinsetzen fanden, müssten wir erst ein kleines Stück zurücklegen, bis wir dann zu einem kleinen Park kamen. Wir waren beide sehr erleichtert darüber, da wir beide einen schweren Rucksack und Rückenschmerzen hatten.
Der Park war eigentlich ziemlich leer, gelegentlich kamen Fußgänger vorbei, meist um mit ihren Hunden Gassi zu gehen.
Der Park bestand aus einer großen Grünfläche, um die rundherum Bäume gepflanzt waren, so wie man das eben von Parks kennt. Auf dem Baum gegenüber von uns, mit leicht lila Laub, spielten mehrere Eichhörnchen und kurz nachdem wir uns setzten, kam auch schon eine Frau vorbei, welche den Park dafür nutzte, dass ihre Hunde sich austoben konnten.
Chris' Reaktion war so unglaublich cute, weil er total glücklich war, als er gesehen hat, wie der Hund mit seinem Ball spielt. Ich hatte bisher noch nie so einen Menschen, bei dem es mich glücklich gemacht hat, ihn glücklich zu sehen.
Sonntag, 9. April 2017
Ich hab's mir anders überlegt.
Wir streiten viel. Sehr viel. Heute Mittag zB und grade wieder. Er reitet nämlich immer auf den Dingen herum, die ich gesagt habe. Wir redeten am ersten Abend nämlich ein wenig über alles. Wir kannten uns erst 11 Tage, bevor wir uns zum ersten Mal sahen und überromantisierten und das Ganze glaube ich ein wenig zu extrem.
Ich kann nicht über meine Gefühle sprechen. Ich habe eine extreme Blockade. Ich lache, obwohl ich nicht lachen will. Eine Affektstörung. Zwar bin ich meine Depressionen soweit losgeworden, aber diese Affektstörung ist geblieben. Ich bin nicht in der Lage ernsthaft über die wichtigen Dinge, die in meinem Kopf vorgehen, zu reden. In zwischenmenschlichen Beziehungen bin ich ohnehin ein unglaublicher Noob.
Wenn ich etwas sagen Wichtiges sagen will, denke ich erst 100 Mal darüber nach, ob ich es aussprechen kann und in den meisten Fällen kann ich das nicht. Und wenn ich es doch kann, drücke ich mich falsch aus, und/oder meine Affektstörung scheißt rein.
Noch dazu bin ich Allgemein ein sehr kühler Mensch, der im Grunde keine Gefühle zulässt. Ich habe nach sehr kurzer Zeit das Interesse an einer Person verloren und mache fast nur die Dinge, die einfach, die bequem sind. Ich habe noch nie wirklich um eine Person gekämpft und ließ die Dinge einfach geschehen. Ich habe mich nie wirklich darum gekümmert, wie sich meine Mitmenschen mit meinen Handlungen gefühlt haben. Ich habe mich selten um etwas bemüht.
Das Problem. Er.
Ich habe mich in ihn verliebt. Scheinbar wirklich.
Als wir am ersten Abend bei ihm waren, und geredet haben, über uns, über das Ganze, meinte ich zu ihm, er würde anders als auf Bildern aussehen. Dass ich es nicht so cool fand, dass er mich im Schlabberlook am Bahnhof abgeholt hat.
Er nimmt mir das Ganze, meine ganze Ausdrucksweise bis jetzt übel, weshalb wir auch im Augenblick streiten. Das, genau das ist der Grund, weshalb ich es HASSE, über meine Gefühle und Gedanken zu reden. Ich kann es einfach nicht und werde grundsätzlich immer missverstanden.
Ja, zugegebenermaßen war ich anfangs skeptisch. Ganz allgemein, weil ich ihn mir anders vorgestellt habe. Was nicht heißt, dass er in der Realität schlechter war, nein, er war einfach nur real. Ich weiß nicht, ob man das jetzt richtig versteht, aber es ist einfach nur so, dass meine Vorstellung realitätsfern war.
Ich kann nur nicht nachvollziehen, wie er denken kann, dass er mir nicht genug sei. In diesen dreieinhalb Tagen habe ich mich schließlich wirklich in ihn verliebt. Ich spürte dieses Gefühl von Aufgeregtheit und Nervosität nicht bei ihm, deshalb bin ich sogar zeitweise davon ausgegangen, ich hätte keine wirklich aufrichtigen Gefühle für ihn.
Aber das komplette Gegenteil war der Fall. Ich habe ihn berührt, wie noch niemanden zuvor. Unglaublich zärtlich und sanft, als wäre er ein zerbrechliches Kunstwerk, mit dem ich aber in einer seltsamen Art und Weise eine Verbindung habe, als wäre es dieses eine Meisterwerk, welches einen großen Teil meiner Selbst ausmacht, obwohl ich nicht mal wusste, dass es existiert, aber jetzt, wo es da ist, man merkt, das ein beachtlicher Teil gefehlt hat. Ich habe in seine Augen geschaut, als wären es die kostbarsten Diamanten dieser Welt. Ich sah ihn mit den Augen von einem Menschen an, der gerade das wundervollste seiner Welt zu Gesicht bekommen hat. Bei ihm spürte ich diese Aufregung und dieses Kribbeln nicht, was man spürt, wenn man jemanden unglaublich toll findet, sondern bei ihm fühle ich mich andes. Vertraut. So, dass mir warm um mein Herz wurde, wenn er mich von sich aus umarmt hat oder meine Hand genommen hat. Das ist ein ganz anderes Gefühl, als all die, die ich bisher kannte.
Am letzten Tag sprachen wir darüber, wie alles weitergehen soll und wir entschieden uns dafür, nichts zu überstürzen.
Ich fuhr nun also nach Hause. Ich fragte mich erst, ob ich ihn vermissen würde.
Ich stieg in den Zug ein. Erstmal nichts. Ich realisierte alles von diesen vier Tagen erst viel später im Zug. Das Gefühl, dass ein beachtlicher Teil fehlt, schlich sich langsam ein. Ich war niedergeschlagen, fühlte mich leer.
Als ich zu Hause ankam schließ ich realtiv zügig ein, ohne großartig zu versuchen, über alles nachzudenken.
Ich dachte, es bliebe bei diesem Gefühl.
Am nächsten Morgen fuhr ich ganz gewöhnlich zur Arbeit, fühlte mich ebenfalls wieder unglaublich melancholisch und leer. Ich war der festen Überzeugung, dass sich das wider legen würde, wenn ich arbeite. Allerdings hatte ich falsch gedacht. Im Umkleideraum angekommen überrollten mich meine Gefühle. Ich fing schlagartig an, zu weinen, und ich habe so geweint, als hätten sich meine Tränen die letzten Monate aufgestaut. Ich vermisste ihn so stark, dass es mir ein Loch in die Brust schlug. Fünf Minuten waren vergangen, ich hatte es eilig, zog mich um, ging mit komplett geröteten Augen an die Arbeit. Ich hatte das Gefühl, jeden Moment erneut in Tränen ausbrechen zu müssen und verbrachte dann auch meine halbe Stunde Spause auf der Toilette und heulte mir die Seele aus dem Leib vor Schmerz. Ich freute mich ganz und gar nicht mehr auf zu Hause, auf mein Bett, weil ich realisierte, dass er sich für mich nach zu Hause angefühlt hat. Ich wollte nach Hause. Zu meinem zu Hause. Zu ihm.
Und oh Gott, alles, was ich mache, interpretiert er negativ, alles bringt ihn in letzter Zeit zur Weißglut und er ist in letzter Zeit so oft bereit, einfach direkt alles hinzuschmeißen. Dadurch hatte ich auch meinen ersten Nevenzusammenbruch seit 4 Jahren. Ich wusste nicht mehr wohin mit mir und meinen Gefühlen, ich war komplett am Ende.
Und nun wieder. Ich hätte noch wirklich wichtige Sachen zu erledigen, bin aber nicht in der Lage, diese zu machen, einfach weil ich mich schon wieder so fühle, wie ich mich fühle. Unerfüllt, leer.
Leben, Lieben und alles Andere
Ich bin mittlerweile 18 Jahre alt. Vor knapp einem Monat geworden.
Ich nehme nun schon seit 14. Juni 2016 Testosteron. Am 01. Juni diesen Jahres steht meine erste OP an, für die ich allerdings noch den Antrag bezüglich Kostenübernahme abgeben muss, was ich lustigerweise schon seit Mooonaten vor mich herschiebe, aber im Augenblick ist es echt super knapp, habe mich aber heute mal hingesetzt und alles Wichtige soweit geschrieben. Morgen schaut Phillip noch einmal drüber, wir korrigieren ein paar Sachen zusammen und dann gebe ich es endlich ab.
Achja! Phillip.
Phillip und ich haben seit eine Weile wieder Kontakt, wir haben die Fronten zwischen uns endlich mal geklärt. Ganz am Anfang habe ich mir eingebildet, wieder Gefühle für ihn zu haben, habe ich aber nicht mehr. Ich sehe ihn mittlerweile viel mehr als einen Bruder, oder guten Kumpel an. Ich werde auch wahrscheinlich nie wieder in der Lage sein Gefühle für ihn aufzubauen, was ich aber auch gut finde. Nicht nur für mich, für uns beide. Er schieb mir sogar letzens eine Postkarte! Die Erste, die ich in meinem Leben bekommen habe, hahaha.
Kontakt haben wir übrigens seit August letzten Jahres schätzungsweise. Wir haben uns auch sogar einmal wiedergesehen in der Zeit und auch wenn es nur ca. 2/3h waren, es war super lustig, wir sind in Starbucks gegangen und er hat mir was ausgegeben und wir haben uns Alles in Allem richtig gut verstanden.
Sarah war auch noch dabei, die ist auch aus unserer winzigen Tumblr-Gruppe die nun schon seit knapp 2 Jahren besteht.Das Bild ist Anfang Februar am Dortmunder Hbf entstanden.
September letzten Jahres habe ich auch meine Ausbildung bei Rewe begonnen, um das auch mal zu erwähnen. Es ist zwar nicht 100%ig das, was ich will, habe mich aber abgefunden und brauche das Geld. Morgen bin ich das erste Mal an der Kasse, was lustig wird, weil ich noch super unerfahren bin und super nervös werde. Hahaha.
Noch dazu habe ich jemanden kennengelernt. Das ist aber eine längere Story. Da habe ich ehrlich gesagt keine Lust, die jetzt zu erzählen, vielleicht ein anderes Mal.