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Mittwoch, 1. November 2017

777

777, seven is a lonely number
bent but not broken
Augen rollen
Fritz Cola Wassermelone
Volvic Pfirsich
Pfanner Waldbeere und Wildkirsche
Corgis
Just visiting this planet
Fav Food, Süßkartoffelwürfel & Grilled Cheese
Apfelmus
Doritos
Lola
Aylin
"Bist du das? Als du jünger warst?"
Wenn er lächelt, zieht er den Mund zusammen und die Mundwinkel leicht nach oben ":>"
Fahrraddraiger
Er schnarcht, in der letzten Nacht schlief er die ganze Zeit mit dem Gesicht in meine Richtung.
yee
Brille
Awful things
kann bei dir 1 retard sein
8h schlaf
adrian von northlane
melonpan
frappuchino?
geister, auren, schutzengel
mann, um die 40, graue haare, der sich erhangen hat
2 personen in schwarzen klamotten, standen an einem zaun, zeigten auf uns
binaural beats "drittes auge"
die tusse bei der ich mal in therapie war in bad münster, mit den schüssler salzen und dem ja nein arm scheiß
verliere sehkraft, konzentrationsfähigkeit, erinnerungsvermögen, höre schlechter, bekomme extrem dünnes haar
Möchtest du mal kosten?


Wenn ich versuche, die Tage so durchzugehen, starte ich bei Mittwoch Morgen. Ich erinnere mich an meine super schlechte Laune, als er sagte, dass er an der falschen Haltestelle ankam und schrieb, dass er nun zum Hbf läuft. Ich habe mir die Mühe gemacht und ihm die Daten der Haltestellen geschickt, zu denen er laufen kann, damit er an am Hbf ankommt. Wie er später meinte, habe er diese wohl ignoriert und lief einfach los. Ich war genervt, da sein Handyakku leer war und ich, der auf der Domtreppe saß, nicht wusste, wo und ob er überhaupt ankommt, geschweige denn, wie lange das wohl dauern würde.
Ich malte mir die schrecklichsten Szenarien aus, das ging so weit, dass ich es schon in Erwägung gezogen habe, dass er womöglich gar nicht kommen würde und alles nur Fake war.
Soweit, so gut. Ich überbrückte mir die Zeit, indem ich mich bei einer Person über die Situation aufregte; mein Handyakku war währenddessen auch langsam am sterben.
Anderthalb Stunden vergingen und ich bekam die Nachricht, dass er nun am Hauptbahnhof sei, aber eben auf der anderen Seite.
Ich lief ihm entgegen und wusste erst nicht, wie ich ihm begegnen sollte, da ich unglaublich wütend war. Zu dem Zeitpunkt hatte ich einige Nächte nicht geschlafen und konnte mich nur einmal dazu zwingen, ca. 2h zu schlafen, welche aber nicht sehr erholsam waren.
Allerdings nahm ich ihn schlussendlich doch kurz in den Arm, war aber laut seiner Aussage wohl am Anfang sehr schweigsam/ ruhig.
Wir suchten kurz nach einer Möglichkeit zum Frühstücken, da wir dann aber festgestellt hatten, dass man sich nirgends im Bahnhof hinsetzen konnte, bewegten wir uns zu einem Rewe to go und kauften uns dort ein paar Kleinigkeiten.
Er kaufte sich 2 kleine Buritos von der Marke Matsu, meine ich und einen Smoothie von Innocent. Ich nahm mir eine Packung zerkleinerter Kokosnuss, ebenfalls einen Smoothie und ein Wasser mit, aber im endeffekt reichten mir diese drei Dinge, um den Tag zu überstehen, da ich nicht sonderlich hunger hatte.
Da es keine Möglichkeit gab, um sich hinzusetzen, gingen wir wieder zur Domtreppe und aßen dort.
Es war sehr awkward anfangs, ich konnte ihm so gut wie gar nicht in die Augen schauen. Ich verspeiste einen Bruchteil meines gekauften Essens, während wir uns unterhielten und über die Gesellschaft aufregten. Er erzählte mir, dass er sich extra Orangensaft mitgenommen habe, allerdings hätte er wohl den Deckel auf dem Weg verloren, weswegen er den ganzen Orangensaft trinken musste und ironischerweise fand er ihn wenig später in seiner Manteltasche.
Wir beschlossen dann langsam mal loszulaufen und liefen einfach wahllos in eine Richtung, wovon sich die Erste als Fehllschlag herausstellte, da wir in einer Sackgasse landeten. Wir gingen aus dieser raus und bogen leicht in eine andere Richtung und bewegten uns dann weiter in diese. Da ich noch ein Telefonat mit der Person, welche für das Apartment verantwortlich war, welches wir gebucht hatten, suchte ich mir einen relativ ruhigen Ort und rief sie an. Zu diesem Zeitpunkt war ich sehr erschöpft, ich hatte schließlich wenig bzw gar nicht geschlafen, meine Gliedmaßen schon bei der kleinsten Bewegung erschöpft und zugegebenermaßen konnte ich auch nicht mehr so wirklich klar denken. Ich rief also an, war unglaublich überfordert und versprach mich dauernd und es war wirklich awkward. Chris lachte mich ein wenig aus, weil ich mich so dumm angestellt hatte, aber ich bin ehrlich, ich habe mich sogar ein wenig selbst ausgelacht. Die Frau am Telefon sagte, dass sie mir den Code für die Tür per SMS zukommen lassen würde und dass wir schon etwas früher in das Apartment könnten.
Zu diesem Zeitpunkt war es zwischen 10 und 11 Uhr und um 13 Uhr konnten wir in das Apartment.
Ich lud mein Handy ein wenig auf und suchte mit Google Maps den Weg, den wir noch vor uns hatten, bis zu unserem Apartment und obwohl ich der festen Überzeugung war, dass es nur 10min von der Innenstadt entfernt sei, waren es doch ca. 35min Fußweg.
Die Route leitete uns durch die bekannte Einkaufsmeile und von dort aus praktisch permanent grade aus. Auf dem Weg fragte uns ein schätzungsweise Auszubildender von irgendeiner Firma, der grade bei einem LKW zum ausladen stand, jemand von vielleicht Anfang 20, ob wir Longpapes hätten und Chris war so nett um ihm eins zu geben, worüber der Kerl sich wirklich freute. Chris war überrascht, dass jemand erstens so früh am morgen und zweitens während der Arbeit nach sowas fragt und er schien belustigt über die Tatsache zu sein.
Der Weg, den wir vor uns hatten war nicht mehr weit und wir liefen ca. drei mal an unserem Apartment vorbei, bis wir es dann schlussendlich fanden.
Zu diesem Zeitpunkt war es ungefähr 12 Uhr mittags, wir könnten also noch nicht einchecken, also suchten wir uns ein Plätzchen, um uns hinzusetzen. Da wir weit und breit keine Bank zum hinsetzen fanden, müssten wir erst ein kleines Stück zurücklegen, bis wir dann zu einem kleinen Park kamen. Wir waren beide sehr erleichtert darüber, da wir beide einen schweren Rucksack und Rückenschmerzen hatten.
Der Park war eigentlich ziemlich leer, gelegentlich kamen Fußgänger vorbei, meist um mit ihren Hunden Gassi zu gehen.
Der Park bestand aus einer großen Grünfläche, um die rundherum Bäume gepflanzt waren, so wie man das eben von Parks kennt. Auf dem Baum gegenüber von uns, mit leicht lila Laub, spielten mehrere Eichhörnchen und kurz nachdem wir uns setzten, kam auch schon eine Frau vorbei, welche den Park dafür nutzte, dass ihre Hunde sich austoben konnten.
Chris' Reaktion war so unglaublich cute, weil er total glücklich war, als er gesehen hat, wie der Hund mit seinem Ball spielt. Ich hatte bisher noch nie so einen Menschen, bei dem es mich glücklich gemacht hat, ihn glücklich zu sehen.

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