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Mittwoch, 13. Januar 2016

"I’m too tired to kill myself and too tired to save myself. I’m too god damn tired to do anything except lay here drowning in my misery."

When I die I'll go to heaven because I've spend my time in hell

In letzter Zeit wird es schlimmer. Das mit der Suizidalität. Denke besonders morgens immer daran. Ich weiß nicht, das ist ungesund, haha.
Hach, ich bin so allein. Aber ich finde das auch irgendwie gut. Ich bin gerne allein. Ich finde es viel zu anstrengend, immer etwas mit Menschen zu unternehmen, oder so. Ich bin lieber alleine, schlafe, oder sitze am PC. Ich verkrieche mich lieber in der digitalen Welt.
Wenn ich zufrieden mit mir selbst wäre, würde sich das vielleicht ändern. Zumindest würde ich dann wahrscheinlich öfter rausgehen, da ich dann kein so schlechtes Gefühl mehr dabei hätte. Aber vielleicht auch nicht. Was weiß ich.

Wisst ihr, was ich nicht verstehe? Die meisten Menschen in meinem Umfeld sprechen mich ja noch mit "sie" an. Ich verstehe nicht, dass sie nicht verstehen, dass das, wie sie mich anreden, so wichtig für mich ist. (Was ein Satz, haha).
Nein, mal im Ernst. Mit solchen kleinen Sachen macht man mir ein ganzes Stück meiner Lebensqualität kaputt. Wieso sind sie denn so resitent dagegen, soetwas zu verstehen? Sehen sie nicht schon meine Arme? Es ist ja nicht so, dass ich mir die aus Spass aufschneide.
Naja gut, ich habe mir schon aus verschiedenen Gründen mein Fleisch aufgeschnitten.
Wegen Phil, oder weil ich damals, noch nicht wusste, was mit mir los ist. Weil mich das Gefühl innerlich zerissen hat. Weil meine Therapeuten mir eingeredet haben, welche die Gründe seien, warum es mir so schlecht geht. Sei es, weil ich meinem Vater Ewigkeiten egal war und er einen Scheiß auf mich gegeben hat, oder weil ich damals eine kleine Schwester bekommen habe und meine Mutter einen neuen Mann gefunden hatte.
Ich habe ja wirklich schon Ewigkeiten Depressionen. Seit 6 Jahren, in etwa.
Und das Schönste an der ganzen Sache ist ja, dass mich jetzt, wo ich weiß, wo das Problem liegt, die Menschen immer noch nicht so behandeln, wie ich das gerne möchte.
Wirklich, ich hätte mir so gerne gewünscht, dass das ein Problem gewesen wäre, was ich hätte selbst lösen können und nicht dabei auf Andere angewiesen bin. Das Gefühl, dass man auf Andere angewiesen ist, macht mich krank. Es hat mich auch schon immer krank gemacht. Weil ich Menschen verabscheue. Weil ich die schlechten Seiten der Menschen kenne. Sogar mehr als zu gut. Selbst jetzt, wo es nicht mehr so schlimm ist, wie damals, erlebe ich sie immer noch tagtäglich.
Wisst ihr, ich kann mir keinen Wert geben, solange mir Andere auch keinen Wert geben. Siehe bis Mitte dieses Jahres. Ich war so am Ende. Meine Klasse hat mich so fertig gemacht. Jeder Tag war die absolute Hölle für mich. Ich habe damals fast jeden Tag geweint, ich wundere mich, wie ich es noch bis heute hierhin geschafft habe. Jetzt, wo ich das scheibe, und mich wieder an die Zeit zurückerinnere, kommen mir schon wieder die Tränen. Ich habe es so statt gehabt. Ich hatte diese Art von Einsamkeit einfach so satt. Ich war mehr als allein, zu der Zeit. Ich hatte keine Freunde, hatte permanenten Streit mit meiner Mutter, hatte niemanden, außer diesen Blog und die Menschen, die diesen hier lesen, an den ich mich wenden konnte. Ich habe gesagt bekommen, dass es besser wäre, wenn ich sterbe. Und das habe ich auch jeden Tag zu spüren bekommen.
Diese Zeit war der reinste Alptraum für mich. Schlimmer als die, die ich zT immer noch habe.
Weil dieser Alptraum allgegegnwärtig war. Er hat einfach nicht aufgehört.
Ich habe mich auf der Klassenfahrt damals auch fast umgebracht.
Weil diese Höhe des Hotels der sichere Tod für mich gewesen wäre.
Ich wundere mich, wieso ich mich damals nicht gegen meinen Selbsterhaltungstrieb entscheiden konnte. Es wäre besser gewesen. Der Tod ist zwar ein Ultimatum, aber mit Sicherheit besser, als diese Hölle, in der ich gelebt habe. Andererseit will ich aber auch als Junge, als Mann in Erinnerung bleiben. Ich möchte, wenn meine kleine Schwester mal groß ist, ihr Bruder für sie sein. Ich möchte für meinen kleinen Bruder sein großer Bruder sein. Ich möchte, dass mein Vater mich seinen Freunden als sein Sohn vorstellt. Das gleiche gilt uach für meine Mutter.
Ich möchte Briefe bekommen, auf denen "Herr G." steht. Ich möchte, dass auf meinem Grabstein Shayn Nathan G. steht.
Es ist so eine Qual für mich, an mir runterzuschauen und zu sehen, dass dort kein Penis ist, und dass dort Brüste sind. Ich hasse das so. Ich weiß, ich kann nichts dafür, so geboren zu sein, aber das bringt mich dazu, mich selbst zu hassen, weil ich so bin, wie ich bin.
Ich habe beim scheiben dieses Textes bestimmt schon einen Liter Tränen vergossen, weil es einfach so weh tut, sich das mal wirklich vor Augen zu halten. Man fühlt sich einfach nicht gut genug. Als wäre einfach kein Platz für jemanden wie mich auf dieser Welt.
Dies ist das letzte mal, wo ich versuche, positiv in die Zukunft zu schauen, obwohl das eigentlich gegen meine Prinzipien ist. Ich hoffe ein letztes Mal, dass sich mit der Hormontherapie mein Problem langsam legt. Ansonsten gebe ich auf. Für immer. Schießlich verletzt einen nichts mehr, wenn man tot ist. Kein Schmerz, kein Leid, ein ewiges Nichts.

Montag, 11. Januar 2016

Wieso poste ich im Augenblick so viel?

Turn everything into art.

Delete my existence

Ich habe genug gesehen, um zu wissen, dass ich nicht für dieses Leben gemacht bin, mhm.
Ich bin nun schon seit 2:00h wach, weil mein Schlafrhythmus really fucked up ist. Je mehr ich über mich und mein Leben schreibe, desto absurder ist es. Ich bin ein Paradoxon. 
Einerseits möchte ich, dass ich jemand nahestehenden habe, andererseits drücke ich jeden von mir weg, der mir zu nahe kommt und hasse ihn dann dafür, weg zu sein.
Das mit Simon stimmte; Ich war zu voreilig. Er war definitiv nicht "Der Mensch für mich allein".
Und ich denke, ich weiß auch, weshalb ich so zwanghaft wieder nach einer Beziehung suche: Ich brauche einen Ersatz für Phillip. Habe ich besonders während der Beziehung mit ihm gemerkt, dass er für mich wohl doch nur ein Ersatz war.

Boah, ich merke grade richtig, wie ich einfach keine Lust mehr habe, hieran weiterzuschreiben. geschweige denn, Lust auf irgendwas. Mir ist grade schwindelig, und mein Herz fühlt sich an, als würde es platzen. Ich habe keine Ahnung, warum.

Denn das Einzige, was ich über mich weiß, ist, dass ich nichts über mich weiß.

Write Home

https://www.youtube.com/watch?v=-Y_iGf2Vjnw

I know that we're in trouble here 
And that people had their doubts 
They say that everyone, everywhere deserves someone dear 
But I just have no faith in that 
So I will bandage your wounds 
I'll cover your hurt 
Take back what I said 
Things you did not deserve 
But now three days later 
And I've still had no word 
No message or warning 
Of things you have learned

Days turn to weeks 
And I forget your face 
I'm sorry my love 
I lie here disgraced 
So I'll do this for you 
I need you to feel it 
It will hurt but it will heal 
So I hope you believe it
Don't say goodbye 
There's just no good to it 
This space in my chest 
Desperate to fill it 
And the feeling of sinking goes on 
It goes on 
Until I reach your shore 
There is nowhere I'd rather belong

As we sat there on the bench at night
We talked about our lives under street light,
You sat there you smiled
No we'll never, we'll never grow old
But the past is the past and I learned from the last
Time that we were close I'm now on my own
And you'll sit there, you'll smile
And think about the time that I called you mine
You were mine

Well it seems there is nothing I can do 
No there is nothing I can do 
Reaching out to touch it 
So desperate just to clutch it 
My knuckles turn to white 
And my blood begins to drip to the floor

So where is your compassion dear? 
Do you have to hide it away? 
Is there something you have trapped deep inside? 
Like a bird in a cage 
Desperate for you to set free 
Now I'm starting to wonder here 
Darling, if your heart is so small
(There's no relief)
That if we kept on going in circles 
It would shrink and it would fade 
Until there was nothing 
No heart at all

I don't know how I always find a way to forgive you, but I do.

Ich.. Ich sehe wahrscheinlich Phillip bald wieder. Seit 435 tagen fehlt er mir so verdammt sehr. Ich will niemanden mehr so sehr lieben, wie ihn.
Ich bin nämlich in einer Whatsapp Gruppe mit ihm, die schon lange existiert, und wir uns Alle mal treffen wollten.
So. Entweder brache ich in Tränen aus, wenn ich ihn wiedersehe, bin wütend oder wir ignorieren uns. So wie er mich auch ohnehin schon ignoriert.

Ich habe letztens einer guten Freundin von ihm erzählt. Oder meinen besten Freundin, ich weiß nicht, bin mir mit der Bezeichnung noch nicht ganz im Klaren.
Ich habe mich wieder an seinen Blick erinnert, exakt. 
Danach bin ich erstmal für eine halbe Stunde auf der Toilette verschwunden und habe geheult, haha.

Hier, das sind die letzten Nachrichten, die ich ihm geschrieben habe.
In den Voicemails bin ich am weinen, weil das der Moment war, in dem ich fast gestorben bin. Als ich im Bad lag und gemerkt habe, wie sich das Leben langsam von mir verabschiedet.

Wird Zeit, dass ich über ihn hinwegkomme.

Die Alpträume haben abgenommen, seit ich meine Antidepressiva abgesetzt habe. Ich weiß, ich sollte das nicht tun, wegen körperlicher und seelicher Abhängigkeit, aber naja., es ist so, wie es ist.

Es ist komisch. Ich kann seit Tagen nicht mehr beschrieben, wie ich mich fühle. Ob ich glücklich, oder traurig bin. Es ist so neutral irgendwie. Nicht in dem Sinne neutral, eher so leer. 

Einerseits bin ich froh, dass die Ferien vorbei sind, andererseits auch nicht. Ich kann dort zwar Menschen sehen, die ich mag und wieder zeichnen (weil ich das zu Hause nie bis selten mache), allerdings treffe ich dort auch häufig auf Intoleranz. Wenn ich dort zB Lehrer korrigiere, bezüglich Name und Pronomen, meint so ein kleiner B****** immer meinen Geburtsnamen sagen zu müssen und so eine Scheisse vonwegen "Ne, du bist kein Kerl, mimimi".
Sowas zu hören geht so gegen mich. Ich würde sochen Menschen so gerne die Kehle aufschneiden. Es ist unglaublich, was ich für einen Hass auf sowas habe. Ich will diese Gedanken gar nicht weiter spinnen, das ist nicht gut, haha.
Aber ich denke, es ist angekomen, wie sehr ich sowas verabscheue.

Ich denke so oft ans Aufgeben, allein, wegen solchen Momenten. Cis-Menschen können sowas nicht nachvollziehen. Ich würde ja sagen, es macht mir Angst, dass ich nicht mal mehr weiß, ob ich leben oder sterben will, allerdings stehe ich dem neutral gegenüber. Keine Ahnung, ich denke, ich bin mit 18, oder sobald ich ausgezogen bin, sowieso weg vom Fenster.
Ich bin mir sehr sicher, dass der nächste Suizidversuch mein Letzter sein wird, da ich dann zu drastischeren Methoden greife. Keine, die man abbrechen könnte, wie meine Letzten.
Kohlenmonoxid-Vergiftung : Überlebt (wenn auch nur knapp)
Ersticken mit Tüte über'm Kopf: Überlebt.

Man sagt, durch eine Kohlenmonoxid-Vergiftung zu sterben, wäre schmerzlos, aber das ist es nicht. Man merkt nämlich sehr genau, wie alles sehr langsam mit einem zu Ende geht, und verdammt, zieht sich dieser Prozess. 
Ich sass über eine Stunde in diesem Raum, ich hatte fast die Hoffnung aufgegeben, dass etwas passiert, bin dann mal aufgestanden, um zu sehen, wie's um mich steht.
Da war dann das erste Anzeichen: Schwindel. Sehr starker.
Ich setzte mich dann für eine weitere halbe Stunde hin. Man fängt an, zu zittern. Sehr schnell zu atmen, weil man allmählich (?) keine Luft mehr bekommt. Das führt übrigens auch zu ziemlich starken Schmerzen in der Brust.
Wie ich es aus dem Raum geschafft habe, ist so ein Rätsel für sich. Ich bin schließlich schon zusammengesackt, als ich das Fenster aufgemacht habe. ich erinnere mich noch, wie ich in meinem Bett lag und keine Luft mehr bekam und um Luft ringen musste. Auch, wenn ich mich kurz davor für's Leben entschieden hatte, hätte ich keinen Krankenwagen gerufen. Ich wollte mir die Blöße nicht geben. Wenn's das gewesen sein sollte, dann wäre es wohl so, dachte ich mir. Auch, wenn ich sehr Angst hatte, trotzdem zu sterben, in dem Moment. Das Gas hat einen nämlich ab einem gewissen Punkt auch unglaublich schläfrig gemacht, allerdings konnte ich wegen den Schmerzen in meiner Brust nicht einschalfen und der wohl viel entscheidendere Grund war, dass ich mir ziemlich sicher war, dass ich wohl sterben würde, wenn ich schlafe.
Aber, falls ich mich doch nochmal wirklich ernsthaft für den Suizid entscheiden sollte, was momentan nicht so ist, weil ich mir eher unschlüssig bin, gibt es exakt diese Möglichkeiten für mich: Zug, Hochhaus, Gift, Narkosemittel. Und exakt, diese Methoden kann man nicht Rückgängig machen, da sie zu schnell gehen. Am liebsten würde ich mir die Kugel geben, was ich wahrscheinlich auch schon gemacht hätte, wenn ich eine Waffe hier hätte, aber ja. Dafür muss man ersteinmal an eine Waffe kommen.

Ich überlege, den Kontakt unter einer Bedingung nach Anfang meiner Hormontherapie mit meinem vater abzubrechen. Ich stelle ihm die Bedingung, dass er mich mit "Shayn" und "er" ansprechen soll. Ansonsten würde ich ihn nicht mehr sehen wollen. Mal sehen, ob ich das mache. Es steht noch offen, aber um ehrlich zu sein, ist es gar nicht so unwahrscheinlich.