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Donnerstag, 14. Januar 2016

I am not real.

Ich hätte mich heute tatsächlich beinahe umgebracht. Wäre der Zug nicht so langsam gewesen. Ich hätte mich einfach davor geworfen.
Und dieses Gefühl, was bei mir zum Suizid führt, hatte ich heute den ganzen Vormittag. Ich weiß nicht, warum. Vielleicht, weil ich wieder angefangen habe, über mich nachzudenken, über mich zu schreiben?
Ich habe ja vor ein paar Tagen geschrieben, dass ich nicht beschreiben kann, wie ich mich fühle. Dieses Gefühl von Taubheit, Leere.
Haha, scheiße, ich hoffe, dass das nicht anhält. Denn wenn es das tut, liegt meine Leiche in den nächsten Tagen irgendwo rum. ich wünschte, ich würde mich verstehen, ich wünschte, ich könnte mir selbst helfen.
Lacht mich ruhig aus, aber das Einzige, für das ich noch lebe, sind Yaois, weil die mich irgendwie glücklich machen. Ja, das klingt wirklich lächerlich, aber das ist momentan das Einzige, was mich noch in gute Laune versetzen kann, zumindest für länger, als für 5 min. Heute in der Schule bin ich mit meinen  Gedanken total abgedriftet und habe mir vorgestellt, wie ich am Bahnhof rumlaufe und wie mich ein Zug erwischt. Und das hat sich wirklich real angefühlt, obwohl ich nicht geträumt habe. Außer der Aufprall, ab da hat sich Alles sehr taub angefühlt. Ich war den ganzen Vormittag niedergeschlagen, wie man sich vielleicht denken kann.
Ich wollte unbedingt darüber reden, aber als mich meine Sitznachbarin dann gefragt hat, konnte ich es einfach nicht über die Lippen bringen. Das war so ein riesen Kloß, der mir da im Hals gesteckt hat.
Und als ich es dann zumindest zu einem kleinen Teil geschafft habe, ihr es zu erzählen, konnte ich es nichtmal wirklich erst rüberbringen (so, wie ich es auch sonst nicht kann) und sie konnte es entweder nicht ernstnehmen oder nicht mit meinen Worten umgehen.

Verdammt, ich muss mir neue Klingen kaufen. Ich muss diesen Druck loswerden, aber ich habe keine scharfen Klingen mehr hier. 
Ich muss jetzt stumpfe zusammenraffen, na toll.
Bei meiner letzten größeren "Schnipplerei" habe ich mir sogar etwas von meinem Blut abgefüllt, das mag ich ziemlich gerne.

Mittwoch, 13. Januar 2016

Sein, oder nicht sein - Das ist hier die Frage

Heute war... Naja. Die Gedanken werden stärker. Die Vergangenheit beginnt, mich einzuholen. Als ich heute Mittag grade am Lachen war, kamen mir schlagartig
die Tränen und ich habe gedacht, dass ich mich gerne umbringen würde.
Meine Motivation geht wieder den Bach runter. Ich habe nicht einmal mehr die Lust, zu atmen. Wenn ich darüber nachdenke, muss ich wieder zittern. Kein Zittern, weil mir kalt ist, das ist eine andere Art von Zittern. Das sind Gedanken, die dafür verantwortlich sind. Gedanken, die dafür sorgen, dass meine Körpertemperatur herunterfährt. 
Ha, ha. Ich will sterben.

Sterben, damit ihr seht, wie schlecht es mir ging. Damit ihr euch endlich für eure Taten verantwortlich macht und euch schuldig fühlt. Damit ihr euer ganzes restliches Leben damit verbringen könnt, darüber nachzudenken, was ihr mir bezüglich falsch gemacht habt und damit ihr eure Fehler endlich einseht. Damit ihr euch entschuldigen wollt, es aber nicht mehr könnt, weil es zu spät ist. Damit ihr jeden Tag diese Last auf euren Schultern tragen dürft. Damit ihr endlich einen Teil des Schmerzes spürt, den ihr mich jeden Tag habt spüren lassen. Damit ihr anfangt, euch zu hassen und damit ihr endlich versteht, wie sich das anfühlt, in diese tiefe dunkle Leere gezogen zu werden. Und damit ihr versteht, dass man dort auf Ewig gefangen ist.

Es gibt keinen Ausweg. Nicht in diesem Leben.
"I’m too tired to kill myself and too tired to save myself. I’m too god damn tired to do anything except lay here drowning in my misery."

When I die I'll go to heaven because I've spend my time in hell

In letzter Zeit wird es schlimmer. Das mit der Suizidalität. Denke besonders morgens immer daran. Ich weiß nicht, das ist ungesund, haha.
Hach, ich bin so allein. Aber ich finde das auch irgendwie gut. Ich bin gerne allein. Ich finde es viel zu anstrengend, immer etwas mit Menschen zu unternehmen, oder so. Ich bin lieber alleine, schlafe, oder sitze am PC. Ich verkrieche mich lieber in der digitalen Welt.
Wenn ich zufrieden mit mir selbst wäre, würde sich das vielleicht ändern. Zumindest würde ich dann wahrscheinlich öfter rausgehen, da ich dann kein so schlechtes Gefühl mehr dabei hätte. Aber vielleicht auch nicht. Was weiß ich.

Wisst ihr, was ich nicht verstehe? Die meisten Menschen in meinem Umfeld sprechen mich ja noch mit "sie" an. Ich verstehe nicht, dass sie nicht verstehen, dass das, wie sie mich anreden, so wichtig für mich ist. (Was ein Satz, haha).
Nein, mal im Ernst. Mit solchen kleinen Sachen macht man mir ein ganzes Stück meiner Lebensqualität kaputt. Wieso sind sie denn so resitent dagegen, soetwas zu verstehen? Sehen sie nicht schon meine Arme? Es ist ja nicht so, dass ich mir die aus Spass aufschneide.
Naja gut, ich habe mir schon aus verschiedenen Gründen mein Fleisch aufgeschnitten.
Wegen Phil, oder weil ich damals, noch nicht wusste, was mit mir los ist. Weil mich das Gefühl innerlich zerissen hat. Weil meine Therapeuten mir eingeredet haben, welche die Gründe seien, warum es mir so schlecht geht. Sei es, weil ich meinem Vater Ewigkeiten egal war und er einen Scheiß auf mich gegeben hat, oder weil ich damals eine kleine Schwester bekommen habe und meine Mutter einen neuen Mann gefunden hatte.
Ich habe ja wirklich schon Ewigkeiten Depressionen. Seit 6 Jahren, in etwa.
Und das Schönste an der ganzen Sache ist ja, dass mich jetzt, wo ich weiß, wo das Problem liegt, die Menschen immer noch nicht so behandeln, wie ich das gerne möchte.
Wirklich, ich hätte mir so gerne gewünscht, dass das ein Problem gewesen wäre, was ich hätte selbst lösen können und nicht dabei auf Andere angewiesen bin. Das Gefühl, dass man auf Andere angewiesen ist, macht mich krank. Es hat mich auch schon immer krank gemacht. Weil ich Menschen verabscheue. Weil ich die schlechten Seiten der Menschen kenne. Sogar mehr als zu gut. Selbst jetzt, wo es nicht mehr so schlimm ist, wie damals, erlebe ich sie immer noch tagtäglich.
Wisst ihr, ich kann mir keinen Wert geben, solange mir Andere auch keinen Wert geben. Siehe bis Mitte dieses Jahres. Ich war so am Ende. Meine Klasse hat mich so fertig gemacht. Jeder Tag war die absolute Hölle für mich. Ich habe damals fast jeden Tag geweint, ich wundere mich, wie ich es noch bis heute hierhin geschafft habe. Jetzt, wo ich das scheibe, und mich wieder an die Zeit zurückerinnere, kommen mir schon wieder die Tränen. Ich habe es so statt gehabt. Ich hatte diese Art von Einsamkeit einfach so satt. Ich war mehr als allein, zu der Zeit. Ich hatte keine Freunde, hatte permanenten Streit mit meiner Mutter, hatte niemanden, außer diesen Blog und die Menschen, die diesen hier lesen, an den ich mich wenden konnte. Ich habe gesagt bekommen, dass es besser wäre, wenn ich sterbe. Und das habe ich auch jeden Tag zu spüren bekommen.
Diese Zeit war der reinste Alptraum für mich. Schlimmer als die, die ich zT immer noch habe.
Weil dieser Alptraum allgegegnwärtig war. Er hat einfach nicht aufgehört.
Ich habe mich auf der Klassenfahrt damals auch fast umgebracht.
Weil diese Höhe des Hotels der sichere Tod für mich gewesen wäre.
Ich wundere mich, wieso ich mich damals nicht gegen meinen Selbsterhaltungstrieb entscheiden konnte. Es wäre besser gewesen. Der Tod ist zwar ein Ultimatum, aber mit Sicherheit besser, als diese Hölle, in der ich gelebt habe. Andererseit will ich aber auch als Junge, als Mann in Erinnerung bleiben. Ich möchte, wenn meine kleine Schwester mal groß ist, ihr Bruder für sie sein. Ich möchte für meinen kleinen Bruder sein großer Bruder sein. Ich möchte, dass mein Vater mich seinen Freunden als sein Sohn vorstellt. Das gleiche gilt uach für meine Mutter.
Ich möchte Briefe bekommen, auf denen "Herr G." steht. Ich möchte, dass auf meinem Grabstein Shayn Nathan G. steht.
Es ist so eine Qual für mich, an mir runterzuschauen und zu sehen, dass dort kein Penis ist, und dass dort Brüste sind. Ich hasse das so. Ich weiß, ich kann nichts dafür, so geboren zu sein, aber das bringt mich dazu, mich selbst zu hassen, weil ich so bin, wie ich bin.
Ich habe beim scheiben dieses Textes bestimmt schon einen Liter Tränen vergossen, weil es einfach so weh tut, sich das mal wirklich vor Augen zu halten. Man fühlt sich einfach nicht gut genug. Als wäre einfach kein Platz für jemanden wie mich auf dieser Welt.
Dies ist das letzte mal, wo ich versuche, positiv in die Zukunft zu schauen, obwohl das eigentlich gegen meine Prinzipien ist. Ich hoffe ein letztes Mal, dass sich mit der Hormontherapie mein Problem langsam legt. Ansonsten gebe ich auf. Für immer. Schießlich verletzt einen nichts mehr, wenn man tot ist. Kein Schmerz, kein Leid, ein ewiges Nichts.

Montag, 11. Januar 2016

Wieso poste ich im Augenblick so viel?

Turn everything into art.

Delete my existence

Ich habe genug gesehen, um zu wissen, dass ich nicht für dieses Leben gemacht bin, mhm.
Ich bin nun schon seit 2:00h wach, weil mein Schlafrhythmus really fucked up ist. Je mehr ich über mich und mein Leben schreibe, desto absurder ist es. Ich bin ein Paradoxon. 
Einerseits möchte ich, dass ich jemand nahestehenden habe, andererseits drücke ich jeden von mir weg, der mir zu nahe kommt und hasse ihn dann dafür, weg zu sein.
Das mit Simon stimmte; Ich war zu voreilig. Er war definitiv nicht "Der Mensch für mich allein".
Und ich denke, ich weiß auch, weshalb ich so zwanghaft wieder nach einer Beziehung suche: Ich brauche einen Ersatz für Phillip. Habe ich besonders während der Beziehung mit ihm gemerkt, dass er für mich wohl doch nur ein Ersatz war.

Boah, ich merke grade richtig, wie ich einfach keine Lust mehr habe, hieran weiterzuschreiben. geschweige denn, Lust auf irgendwas. Mir ist grade schwindelig, und mein Herz fühlt sich an, als würde es platzen. Ich habe keine Ahnung, warum.

Denn das Einzige, was ich über mich weiß, ist, dass ich nichts über mich weiß.