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Sonntag, 31. Januar 2016

Ugly Truth

S.: Ich weiß nicht ob ich das sein soll, ich hatte großes Interesse an dir aber vllt hab ich die Seiten die ich an dir so mochte auch einfach überschätzt.

Ich: Ich bin sehr sprunghaft, ich halte es nie lange mit einem Menschen aus.

S.: Ja bitte nicht den I am so different Roman von vorne.
Ich könnte auch sagen du hattest nicht den sprichwörtlichen Arsch in der Hose mal was durchzuziehen, aber diese Debatte brächte mir nun nicht viel.

Ich: Bin ich aber scheinbar doch, sonst hättest du wohl kein Interesse an mir gefunden.

S.: Uns unterscheidet sehr viel mehr als uns verbindet. Ich würde sagen ich hatte große Lust auf deine Gesellschaft um zu sehen wie das wäre [...]. Das ist sicher zum Teil ein Kompliment aber überromantisieren würde ich das auch nicht. Feste Partnerschaften wie du sie mit deiner labilen Kartenhaus-Klette geführt hast entsprechen nicht meiner Idealvorstellung.
Doch dann kam der Moment in der sich das aus meiner Sicht von dir als leeres Gerede herausstellte und dann verliert sich daran der große Reiz.

Ich: Lag auch daran, dass bei mir da unten gar nichts mehr mit jemandem läuft, bis ich da was baumeln habe. Und du kannst dazu jetzt sagen, was du willst, weil du es ja ohnehin nicht zu ernst nimmst, aber mir ist das im Endeffekt auch egal und schon immer gewesen, denn - mit so einer Person will und werde ich keine ernsthafte Beziehung führen.

S.: Ich glaube durchaus dass du ernst nimmst was du denkst und das ist ja für dich entscheidend.
[...] und ich war auch der Meinung dass ein gemeinsamer Tag oder Wochenende mit dir sicher allgemein ganz amüsant gewesen wäre und das ließ ich dich auch die ganze Zeit über wissen und ich bekam den Eindruck dass du beides ähnlich siehst und so ärgerte ich mich letztlich nicht über eine erhöhte Telefonrechnung sondern über viel offenkundig falsch investierte Zeit.

Ich: Weißt du, ich habe damit versucht mir und ihm einen Gefallen zu tun, in dem ich es versuche und somit gleichzeitig versuche, mich etwas in meinem Körper wohler zu fühlen. Aber es hat nicht geklappt, was mich in dem Beschluss, meinen Körper anzugleichen nur bestärkt hat. Ich brauche für die Zeit, bis ich ein, ich sage mal mehr oder weniger voll funktionsfähiger Mann bin, jemanden, der mich mental unterstützt und mich als die Person annerkennt, die ich für mich und eigentlich auch im Allgemeinen bin. Und so eine Person warst du eben nicht für mich.

S.: Ich hatte nicht den Eindruck dass dir unsere Stunden nicht guttaten, aber ehrlich gesagt ist mir nun völlig gleich wie du das heute siehst und darstellen möchtest.

Ich: Wären wir mehr auf meine Gedanken eingegangen, hättest du eben beschriebenes auch gemerkt, oder hättest du eben gefragt.
Mir ist es im Endeffekt auch vollkommen egal, ich dachte, ich sage es dir, damit du verstehst, warum ich damals so gehandelt, bzw nicht gehandelt habe.

S.: Ich meine überleg mal eine Sekunde lang logisch, die Tatsache dass ich soviel Zeit mit dir verbrachte ist die ehrlichste Form um zum Ausdruck zu bringen dass ich dich als die Person ernstnahm die mir da gegenüber war. Wäre dem anders gewesen hätte ich diese Stunden nicht investiert.
Das war exakt der Punkt an dem ich dich nicht mehr für voll nahm und sich das erledigt hatte. Dass du gerne einen Schwanz hättest hab ich schon verstanden und das glaube ich dir. Dass ich versuchte dich zu unterstützen habe ich mMn auch gezeigt in dem ich dir psychoanalytische Ansätze eröffnet haben die dir letztlich evtl mehr bringen als dich an den Gedanken zu klammern dir einen Fleisch- und Hautlappen mit Hydraulikpumpe in den Schritt nähen zu lassen die niemals das sein wird was ich habe und auch wenn dir ein Gericht eine Namensänderung bewilligt, wenn auch nicht Shayn, und auch wenn du dir die Brüste entfernen lässt und dir durch Hormonpräparate ein kleines Bärtchen wächst und deine Stimme dunkler wird, du bist die gleiche Person die das hier gerade liest und auch die gleiche Person mit der gleichen Geschichte und ihren unweigerlichen Problemen. Bei diesen bot ich dir meine Hilfe und meine Gesellschaft an. Du wolltest sie nicht haben.

[...]

S.: Du warst in erster Linie letztlich sehr unhöflich und besonders in deinem pathologischen Drang unbedingt so gesehen werden zu wollen wie du gerne wärst oft etwas respektlos. Keine Angst, ich hab mich nicht in den Schlaf geweint, du bist bei mir nur unten durch.

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Ehrlich. Zusammengafasst zu hören, wie scheiße ich manche Menschen doch behandele, ohne es zu merken, hat mich doch geschockt. Ich meine, ich weiß ja, dass ich in manchen Situationen ein ziemliches Arschloch bin, aber ich war doch schon sehr perplex, als es mir dann doch mal vor Augen geführt wurde.
Im Endeffekt ist es mir egal, aber zum damaligen Zeitpunkt, was übrigens wirklich nicht lange her ist, empfand ich doch schon etwas für ihn. Mehr oder weniger. Aber abstreiten kann ich seine Worte nun wirklich nicht. Mir tut es in gewissem Maße doch schon ein wenig Leid, weil auch schließlich er Gefühle hat (Ja, das muss selbst ich mal einsehen). Ich weiß eigentlich nicht so recht, was ich dazu sagen soll. Ich war eben nur ziemlich schockiert.

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