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Samstag, 24. Januar 2015

24-01-2015 Ich fuehle nichts.

Ich denke kaum, ich fuehle kaum. Nichts ist evt. ein wenig uebertrieben. Aber ich fuehle kaum, wirklich kaum. Ich bin heute nach Hause gefahren und irgendwie haette ich es wenigstens ein wenig schade finden muessen. Aber ich tat es nicht. Ich habe in diesen zwei Tagen gemerkt, wie unsozial ich bin und wie wenig ich eigentlich mit Menschen anfangen kann. Ich wuerde sagen, ich lebe in meiner persoenlichen Hoelle. Kann sich jemand von euch vorstellen, wie es ist, ohne Alles zu sein? Warum gibt es nichts, wodurch ich mich 'lebendig' fuehle?
Ich kann mir selbst nicht helfen und dementsprechend kann es auch niemand Anderes. Ich fuehle mich einfach falsch auf dieser Welt und ich wundere mich, wehalb ich entstanden und letztdendlich auch ausgerechnet ich geboren worden bin.

Ich kann mit dem Leben als Solches nichts anfangen.
Meine Eltern haben mich ins Leben gerufen, weil sie ein Kind wollten. Ein Nachkommen eines selbst. 
Stecken alle Wuensche und Erwartungen in es, nur um es letztendlich nicht zu akzeptieren, wenn es anders ist, weil sie dann das, was sie auf es projiziert haben, nicht erfuellt bekommen.
Eigentlich sollte doch das Kindes Wohl an erster Stelle stehen, als Elternteil, oder? Wer gebaert denn ein Kind, wenn man als Mutter oder Vater nicht nach dem Glueck des Kindes strebt?
Ich verstehe es nicht und kann es nicht nachvollziehen. 

Eines Tages werde ich auch aus dieser Welt verschwinden. Vielleicht verlasse ich sie mit einem Knall, vielleicht nicht. Ich werde verschwinden aus einer Welt, von der ich nicht einmal weiss, ob sie wirklich existiert. Ich weiss nicht mal, ob ich existiere. Zumindest fuehle ich mich nicht existent. Ich spuere keine richtige Praesenz in mir. 


Eines Tages, werde ich einfach verschwinden. Einfach weg sein. Weg von hier. Zur Hoelle, ich weiss nicht, ob ich es kann. Alleine. Tod ist naemlich ein Nichts. Wenn man gestorben ist, ist dort nichts. Kein Atem, kein Herzschlag. Es gibt kein Paradies, welches sich die Menschen versprechen. Tod ist eine ultimative Auslöschung des eigenen Seins.


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