Seiten

Sonntag, 11. Januar 2015

25-12-2014

25-12-2014

So langsam werden das hier die letzten Eintraege fuer dieses Jahr. Ja tatsaechlich, es neigt sich wieder dem Ende zu.

Ich habe mich vorhin kurz hingelegt, und ich habe wieder etwas getraeumt, an das ich mich erinnern kann.
In dem Traum kam die Frage auf „Fuer was lebst du?
Ich erinnere mich, dass ich in einer Art unterirdischen Hoele war und dort Menschen, aus meiner jetzigen Klasse waren. Irgendwas habe ich gemacht, darauf hin hat mich Lea -- kurzerhand an die Wand geklatscht. Es waren dort soweit ich weiss noch andere Weiber, mit denen ich mich anfangs eigentlich relativ gut verstanden hatte (im Bezug auf die Realitaet), die dort standen und lachten.
In diesem Traum hatte ich den Drang, mich zu verletzten. Mich stark zu verletzen. Mir mit der Klinge die Pulsader aufschlitzen.
In diesem Moment war es, als haette eine Stimme in meinem Kopf mich gefragt Fuer was lebst du noch?“. Es war nicht in abwertendem Sinne gemeint, also dass ich mich umbringen sollte, sondern fuer wen oder was ich noch lebe. Was mein Antrieb ist, weiter zu existieren.
Ich kann es mir selbst nicht beantworten. Vielleicht, um die Menschen um mich herum nicht zu verletzen?
Weil ich Angst habe, zu sterben? Ist das der Grund, weshalb ich noch lebe?
Ich wollte mich schon so oft umbringen.
Februar diesen Jahres. Ich erinnere mich und es war schrecklich. Wirklich, wirklich schrecklich. Ich habe geweint,ohne Ende. Meinen Ex am Telefon zugeheult. Hja.
Ich war tot, wenn auch nur kurz, denke ich. Vielleich hat mein Herz kurz aufgehoert zu schlagen. Ich war nicht im Krankenhaus, also kann ich das so genau nicht beantworten.
Was ist denn so schlimm daran, wenn man sterben moechte? So oder so stirbt man irgendwann. Ob aus eigener Hand oder durch eine Andere, oder natuerlich. Leben ist nicht ewig. Zum Glueck.

Jeder darf doch mehr oder weniger frei entscheiden, ob er sterben will oder nicht. Wobei ich nicht an den 'freien Willen' glaube. Ich glaube, jeder Mensch hier hat nur eine minimale Kontrolle, ueber sich selbst. Kleine Dinge, die man -Wie im Zufallsprinzip von Mathe- in Raum und Zeit verschieben und aendern kann, aber wie gesagt, nur minimal.
Alles wendet sich so, wie es vorbestimmt ist. Das ganze Leben ist vorbestimmt. Es ist vorbestimmt, dass man selbst auf die Welt kommt, statt jemand Anderes.
Die Entwicklung, sowohl charakteristisch als auch koerperlich.
Gedanken, Gefuehle.
Alles, alles was uns in unseren frueheren Lebensjahren beigebracht wurde ist ganz schlicht und einfach erlogen.
'Sei du selbst, lass dich nicht unterkriegen!//Mach' das, was dich gluecklich macht!'
All das ist verlogene Scheisse. Im Endeffekt ist man, wie Eliah schon sagte, nur eine Drohne, ein Arbeiter, der sich in der Gesellschaft anpassen muss.
Scheiss auf das Recht zur freien Entfaltung eines selbst, denn alles, wie auch dieses Gesetz, ist gelogen. Im Prinzip hat niemand ein Recht darauf.
Man wird in ein System hineingeboren, entweder du funktionierst, wie ein Glied in einer Kette, oder du wirst rausgenommen, ersetzt.
Durch etwas besseres, etwas funktinsfaehiges.
Am Ende landet man auf der Strasse, weil du aussortiert worden bist. Oder als Harz IV'ler.

Darauf habe ich keine Lust. Lieber habe ich ein kurzes, in sofern es mir moeglich ist, glueckliches Leben, dass ich durch meine Haende beende, als zu einer Drohne, einem Unterworfenen des Systems zu werden.
Ich habe erst garnicht vor, 80 Jahre alt zu werden. Ich weiss nicht, ob ich ein guter Grossvater abgeben wuerde. Oder jemals Enkelkinder oder dergleichen bekomme.
Ich weiss nicht, vielleicht bin ich ja nicht mal ein guter Bruder, ein guter Sohn.
Alles das, was ich brauche, ist Internet, Geld und mich selbst.

Nun, ich werde nun hier meine liebsten Worte zitieren.

So, und ich frage mich langsam, was ich hier ueberhaupt noch mache. Schule? Eine Zukunft erreichen? Ich hatte frueher keine Zukunft und das machte mir Angst. Jetzt habe ich Zukunft ((einigermassen in Aussicht,ja)), vielleicht nicht mal eine ganz so „deprimierende“, aber das macht mir noch mehr Angst.

Jeder Mensch hat das Recht, sich frei zu entfalten.

Hey, danke Grundgesetz, dass du ja ueber Allen stehst. Und fick' dich dafuer, dass deine „freie Entfaltung“, wenn man die Codierung aufhebt, nur noch „Unterwirf' dich unserem System, wir scheissen auf alles, was du gut kannst, wir scheissen auf Individuuen, geniesst unsere glorreiche (Pflicht) Einheitsbildung, auf die wir stolz sind, immerhin ist Leuten zu Arbeitsfleischmanteldrohnen machen in Deutschland kostenlos und in anderen Laendern nicht. Ach, wo wir dabei sind, wenn du nicht so funktionieren kannst, wie die anderen Drohnen hier, wirst du aussortiert. Das mit der freien Entfaltung und dem Recht auf Bildung ist eher so das friss-oder-stirb Prinzip. Wenn du nicht dazu faehig bist dir unsere Einheitsbildung zu geben, hast du eben verschissen. Hier arbeitet man nun mal bis man stirbt, wenn man ein wenig Sicherheit moechte. Das Leben ist kein Wunschkonzert Darling, verrate dich an das System und du hast gewonnen.

[…]

Der beste Mensch, den ich je kennen lernen durfte hat mal zu mir gesagt „Die freiste Entscheidung ist der Freitod.“ Ich habe es damals nicht verstanden. Ich antwortete „Aber werden wir im Endeffekt nicht auch dazu gedrungen? Wieso wider den Selbsterhaltungstrieb handeln, wenn dich nicht etwas dazu draengt, dein Leben aufzugeben?“ Er antwortete „Nein, nein, du hast Recht. Es ist nicht frei. Aber es ist am freisten.“

Heute bin ich an dem Punkt, an dem ich verstehe, was er gesagt hat.“





Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen